Auf Jobsuche? Diese Fehler sollten Sie im Assessment Center vermeiden

Auf Jobsuche? Diese Fehler sollten Sie im Assessment Center vermeiden

Sie wurden in ein Assessment Center eingeladen und fragen sich, wie Sie sich verhalten müssen, um einen guten Eindruck zu hinterlassen und welche Fehler Sie auf jeden Fall vermeiden sollten?

Eines sollten Sie wissen: Im Assessment Center werden Sie während der gesamten Zeit geprüft, das fängt bereits bei der Begrüßung an und endet bei der Verabschiedung.

Welches sind die häufigsten Fehler, die Bewerberinnen und Bewerber nicht machen sollten?

1. Sie sind nicht spontan:

Ein Fehler ist eine fehlende Spontanität. Es ist absolut sinnvoll, dass Sie sich vorbereiten und sich auch einige Antworten zurecht legen. Während des Testverfahrens sollten Sie sich aber keinesfalls zu sehr an Ihre Strategie klammern. In vielen Testsituationen ist es gar nicht so wichtig, dass Sie die eine richtige Antwort parat haben, sondern viel interessanter für die Prüfer ist es zu sehen, ob Sie sich auch auf spontan entstehende Probleme einstellen können, die Situation erfassen und dann auch die Initiative ergreifen, um das Problem zu lösen.

2. Sie haben ein zu starkes Konkurrenzdenken:

Ein weiterer Fehler ist es, zum Individualisten zu werden. Es ist zwar wichtig, dass Sie Ihre persönlichen Fähigkeiten und Stärken zeigen und sich positiv von anderen Bewerbern abheben. Aber behalten Sie im Hinterkopf, dass es auch darum geht, zu sehen, ob Sie ein guter Teamplayer sind. Ein zu starkes Konkurrenzdenken ist wirklich nicht sinnvoll. Es geht in vielen Übungen darum, im Team zu agieren, konstruktive Gespräche zu führen oder Probleme zu lösen, ein zu starkes Konkurrenzdenken ist da wirklich nicht sinnvoll.

3. Sie wollen zu viel im Mittelpunkt stehen:

Auch eine übertriebene Präsenz ist fehl am Platze. Es ist wichtig, Initiative zu ergreifen und zu zeigen, was Sie können. Hierbei sollten Sie aber versuchen, das richtige Maß zu finden. Es kann aus Sicht der Prüfer absolut sinnvoll sein, wenn Sie sich in einigen Situationen zurücknehmen, andere zu Wort kommen lassen. Eine aktive Mitarbeit bedeutet schließlich nicht immer im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen.

4. Sie kennen Ihre Schwächen nicht:

In einigen Übungen geht es auch darum, die eigenen Schwächen einzuschätzen. Es gibt keine Kandidaten ohne Schwächen. Es geht also darum zu erkennen, ob jemand seine Schwächen kennt und auszugleichen weiß, beispielsweise durch eine gelungene Teamarbeit.

5. Sie wechseln ständig Ihre Ansichten:

Keinen klaren Standpunkt zu haben, wird nicht positiv gewertet. Positionieren Sie sich beispielsweise in einer Gruppendiskussion zu einem Thema, dann sollten Sie auch versuchen, während der restlichen Übungen diesen Standpunkt beizubehalten und nicht ständig die Meinung zu ändern. Außer Sie merken in einer Diskussion, dass Ihr Gegenüber einfach das bessere Argument hat – dann kann es auch strategisch sinnvoll sein zu zeigen, dass Sie den Wert eines guten Arguments durchaus erkennen und dass Sie nicht um jeden Preis recht behalten müssen.

6. Sie reden schlecht über andere:

Ein absolutes No-Go ist lästern. Sollten Sie auf die Idee kommen, sich selbst einen Vorteil zu verschaffen, in dem Sie schlecht über andere reden, haben Sie sich ein Eigentor geschossen. Auf dieses Niveau sollten Sie sich auf keinen Fall herablassen. Gibt es einen Konflikt, der zum Beispiel im Assessment Center mit Absicht provoziert werden kann, ist es wichtig, dass Sie professionell, konstruktiv und offen darauf eingehen. Damit beweisen Sie echte Charakterstärke.

7. Sie denken zu negativ:

Vermeiden Sie negative Gedanken. Auch wenn Sie das Gefühl haben, eine Übung sei Ihnen nicht gut gelungen, sollten Sie keine negativen Grundeinstellungen entwickeln. Denn keiner arbeitet gerne mit negativ eingestellten Menschen zusammen. Wenn eine Übungen nicht gut gelaufen ist, heißt das noch lange nichts, denn wie eingangs erwähnt, Sie werden während des gesamten Ablaufs des Assessment Center beobachtet und nicht nur anhand einer Übung bewertet.

Zurück

Dr Mirko Udovich
Autor Dr. Mirko Udovich
Geschäftsführender Gesellschafter

Aktuelle Artikel

Was bringt ein Interim-Management?

In einer Ära, die von schnellen Veränderungen und unvorhersehbaren Entwicklungen geprägt ist, stehen Unternehmen vor der ständigen Herausforderung, sich anzupassen und zu erneuern.

Weiterlesen

Diskriminierung im Bewerbungsgespräch

Diskriminierung am Arbeitsplatz ist ein Thema, das trotz vieler Fortschritte in der Gesellschaft, gesetzlicher Bestimmungen und gestiegenem Bewusstsein noch präsent ist.

Weiterlesen