„Wir haben Ihren Lebenslauf erhalten“

In letzter Zeit verbreitet sich eine neue Betrugsmasche, die das Bedürfnis nach einer Arbeitsstelle ausnutzt, um Opfer zu täuschen und ihnen persönliche Daten oder Geld zu entlocken.

Der Betrug beginnt mit einem scheinbar harmlosen Anruf von einer italienischen Handynummer: „Abbiamo ricevuto il tuo curriculum…“ („Wir haben deinen Lebenslauf erhalten“). Danach folgt die Aufforderung, die Nummer auf WhatsApp hinzuzufügen, um über eine Arbeitsstelle zu sprechen.

Dieser Satz mag für Arbeitssuchende wie eine echte Gelegenheit klingen, doch kein seriöses Unternehmen oder Personalberater kontaktiert Kandidaten anonym und ohne klare
Identifikation.

Wie funktioniert der Betrug?

Nach der ersten Nachricht geben sich die Betrüger als Vertreter eines Unternehmens aus und bieten eine attraktive und leicht zugängliche Arbeitsstelle an. Ihr Ziel ist es, das Opfer dazu zu bringen, die Telefonnummer zu WhatsApp hinzuzufügen, um einen direkten Kommunikationskanal herzustellen. Ab diesem Punkt können verschiedene betrügerische Szenarien eintreten:

  • Versand eines schädlichen Links: Der Kandidat erhält einen Link, der beim Anklicken Malware auf das Telefon installiert oder zu einer betrügerischen Website weiterleitet, um
    Bankdaten und Zugangsdaten zu stehlen.
  • Anforderung persönlicher und finanzieller Daten: Die Betrüger könnten sensible Informationen wie Steueridentifikationsnummer, Bankkontodaten oder Kreditkartennummer verlangen.
  • Gefälschte Investitionen: In manchen Fällen wird dem Opfer angeboten, Geld in eine Handelsplattform zu investieren, die schnelle Gewinne verspricht. Tatsächlich handelt es
    sich jedoch um ein betrügerisches System, um finanzielle Mittel zu stehlen.

Warum sich seriöse Unternehmen nicht so verhalten

Vertrauenswürdige Unternehmen und Personalberater arbeiten nach transparenten Kriterien. Dazu gehört, dass die Kontaktaufnahme nicht anonym erfolgt, sondern über offizielle Kanäle wie Unternehmens-E-Mails oder direkte Telefonate. Zudem verlangt kein seriöses Unternehmen eine Zahlung, um an einem Bewerbungsprozess teilzunehmen.
Auch sind die Unternehmen identifizierbar und nachverfolgbar: Auch Personalberater, die im Auftrag von Kunden arbeiten, ohne deren Namen sofort offenzulegen, sind erkennbar; sie verfügen über eine offizielle Website, Telefonnummern und verifizierbare E-Mail-Adressen. Zudem macht eine einfache Online-Recherche es möglich, Informationen über das Unternehmen zu finden und es direkt zu kontaktieren.

Nicht zuletzt müssen Personalberater und Zeitarbeitsfirmen in Italien vom Arbeitsministerium autorisiert sein, um legal zu operieren.

Wie man sich vor Betrug schützt

Misstrauen Sie verdächtigen Nachrichten! Wenn Sie ein unerwartetes Jobangebot per Whats-App oder SMS erhalten, prüfen Sie sorgfältig die Quelle, bevor Sie antworten.

Vermeiden Sie das Öffnen von Links, die von unbekannten Nummern gesendet wurden, insbesondere wenn sie schnelle Gewinne versprechen oder die Eingabe persönlicher Daten erfordern. Und geben Sie keine sensiblen Informationen – Bankdaten, Identitätsdokumente oder persönliche Zugangsdaten – an Unbekannte weiter.

Auch sollte man Unternehmen auf Seriosität prüfen und online nach Informationen suchen. Man kann auch über die die offizielle Website ein Unternehmen direkt kontaktieren, um die Echtheit des Angebots zu bestätigen.

Falls Sie eine betrügerische Nachricht erhalten, blockieren Sie den Absender und melden Sie den Vorfall gegebenenfalls der Polizei.

von Mirko Udovich

Mirko Udovich
Geschäftsführender Gesellschafter
Verpassen Sie keine Artikel mehr!

Abonnieren Sie unseren Newsletter und bleiben immer auf dem neusten Stand.

Ich stimme zu, dass meine Angaben und Daten für den Erhalt des kostenlosen Newsletters erhoben und gespeichert werden. Hinweis: Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen.

Das könnte Sie auch interessieren

Der Blick der Gen Z auf Künstliche Intelligenz

Warum die junge Generation der Technologie nicht blind vertraut

Generation Alpha gewinnen

Warum Recruiting jetzt neu gedacht werden muss

Die Generation Alpha

Die stille Revolution im Arbeitsmarkt