Wie Sie ihre Mitarbeiter vergraulen können

Wie Sie ihre Mitarbeiter vergraulen können

Wenn Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen kündigen, verlassen sie häufig nicht ihren Job, sondern ihre Vorgesetzten. Welche Führungsfehler Sie unbedingt vermeiden sollten, und wie Sie es besser machen können, erfahren Sie im Folgenden.

Sie melden sich erst dann, wenn etwas nicht läuft

Chefs sollten sich auch dann mal zeigen, wenn es gerade kein akutes Problem gibt. Denn wer nur in seinem Elfenbeinturm sitzt, bekommt nicht mit, was in der Firma los ist. Geht es Ihren Mitarbeitenden eigentlich gut? Was machen die überhaupt den ganzen Tag?

  • Tipp: Regelmäßig beim Team vorbeischauen. Und dann nicht nur „Hallo“ sagen, sondern auch mal fragen, wie es läuft.

Sie überfordern

Viele Vorgesetzte verwechseln Überstunden mit Produktivität. Sie loben Angestellte, die noch spät an ihren Schreibtischen sitzen und regelmäßig länger bleiben. Wenn ein wichtiges Projekt ansteht, kann es natürlich vorkommen, dass Mitarbeitende länger im Büro bleiben. Doch eine gute Führungskraft achtet auf ihr Team und sorgt dafür, dass sich niemand überarbeitet. Denn das führt nur zu Krankheit und chronischem Stress.

  • Tipp: Sorgen Sie dafür, dass Ihre Mitarbeitenden zwischendurch abschalten können. Wer nicht die ganze Zeit unter Druck steht, ist produktiver und ausgeglichener als jemand, der von einer stressigen Aufgabe in die nächste stolpert. Dafür ist es allerdings wichtig, dass Sie mitbekommen, wie es Ihren Leuten überhaupt geht.

Sie unterfordern

Schlimmer als zu viel Stress ist eigentlich nur zu viel Langeweile. Denn Unterforderung führt zu Demotivation, und Herausforderungen sind wichtig für gute Ideen. Sie sollten also darauf achten, dass sich Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht dauerhaft unterfordert fühlen.

  • Tipp: Sorgen Sie dafür, dass Ihre Mitarbeitenden angemessen gefordert werden. Bieten Sie ihnen interessante Projekte an, die ihre Fähigkeiten und Kenntnisse herausfordern. Regelmäßige Gespräche über die individuellen beruflichen Ziele und Entwicklungsmöglichkeiten können helfen, das richtige Maß an Herausforderung zu finden.

Sie sind unverbindlich

Führungskraft zu sein bedeutet, Entscheidungen zu treffen, auch schwierige. Trotz dieser Verantwortung neigen viele Führungskräfte dazu, sich nicht klar zu positionieren, sämtliche Optionen offen zu halten und den Wünschen aller gerecht werden zu wollen. Unsicherheit und Unklarheit beeinträchtigen jedoch das Arbeitsklima und können zu schlechterer Arbeitsleistung führen.

  • Tipp: Treffen Sie klare Entscheidungen und stehen Sie dahinter.

Sie zeigen keine Wertschätzung

Wenn die Anerkennung fehlt, ist das demotivierend und mindert die Leistungsfähigkeit. Fehlt es an Wertschätzung, dann steigt der Frust und Mitarbeitende verlieren ihre emotionale Bindung zum Unternehmen.

  • Tipp: Zeigen Sie Ihrem Team regelmäßig Ihre Wertschätzung. Doch wie geht das? Wertschätzung ist nicht automatisch mit Lob gleichzusetzen. Wertschätzung ist eher eine Grundhaltung. Lob hingegen ist eine positive Rückmeldung auf ein Arbeitsergebnis. Wichtig ist es, individuell vorzugehen. Manche schätzen öffentliches Lob, andere wollen einfach nur ein „Danke“ hören oder freuen sich über mehr Verantwortung.

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Dr Mirko Udovich
Autor Dr. Mirko Udovich
Geschäftsführender Gesellschafter

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