Wenn Bewerber sich tot stellen

Warum passiert es so häufig, dass Bewerber am ersten Arbeitstag einfach nicht erscheinen? Immer mehr Bewerber, die einen Arbeitsvertrag unterschrieben haben, „ghosten“ Arbeitgeber.

Wenn Bewerber sich tot stellen

Wenn Bewerber sich tot stellen

Warum passiert es so häufig, dass Bewerber am ersten Arbeitstag einfach nicht erscheinen?

Immer mehr Bewerber, die einen Arbeitsvertrag unterschrieben haben, „ghosten“ Arbeitgeber. Sie tauchen nicht auf, um die Stelle anzutreten und stellen sich bei Rückfragen tot, sehr zum Ärger der Unternehmen.

„Ghosting“ ist heute vor allem ein Phänomen im Internet: Wenn zum Beispiel ein Schwarm nach einem Match auf der Dating-App Tinder nichts mehr von sich hören lässt, dann „ghosten“ diese Menschen. Sie werden zu „Geistern“, tauchen unter. Für Unternehmen ist das Ghosting durch Bewerber potenziell geschäftsschädigend. Dadurch geht die Arbeitszeit des Recruiters verloren, es verursacht Kosten und Recruiter haben anderen Kandidaten bereits abgesagt.

Welches sind die Gründe? Laut meiner Erfahrung sind Vertreter der Generation Z, also die Anfang-20-Jährigen, naturgemäß eher unverbindlich unterwegs. Bei ihnen überträgt sich die „Tinderisierung“ auf das Berufsleben. Sie sind es gewöhnt, alles wegklicken oder zurückschicken zu dürfen. So wollen viele Bewerber nur mal unverbindlich ihren Marktwert testen, wollen schauen, wie weit sie es im Prozess schaffen oder welches Gehalt sie herausverhandeln können – auch ihren Wunscharbeitgeber unter Druck setzen zu können.

Ich mag Verallgemeinerungen nicht, aber vielleicht ist die Generation Z manchmal doch konfliktscheuer und lässiger unterwegs als frühere Generationen, die noch härter um die Jobs kämpfen mussten.

von Mirko Udovich

Mirko Udovich
Geschäftsführender Gesellschafter
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