Raus aus dem Katastrophendenken

Befinden wir uns seit der Corona-Epidemie in einem ständigen Überlebensmodus? Das trifft auf so manche Menschen sicher zu und kann uns im Job ausbremsen. Das Verfallen ins Katastrophendenken ist etwas Urmenschliches.

Raus aus dem Katastrophendenken

Raus aus dem Katastrophendenken

Befinden wir uns seit der Corona-Epidemie in einem ständigen Überlebensmodus?

Das trifft auf so manche Menschen sicher zu und kann uns im Job ausbremsen. Das Verfallen ins Katastrophendenken ist etwas Urmenschliches. Wir sind seit jeher daraufhin trainiert, unsere Umgebung nach Gefahren abzuscannen, besonders, wenn wir uns auf neues Terrain begeben. Dieser Gefahrenradar springt auch heute noch an, etwa bei einem Vorstellungsgespräch oder wenn wir uns beruflich neu orientieren wollen.

Seit Covid-19 sind unsere Gedanken ständig in diesem Gefahrenmodus, was sich auf viele Arbeitssituationen auswirkt. Etwa eine Führungskraft, die eigentlich Aufgaben abgeben muss, aber denkt: Wenn ich das nicht mehr selbst mache, setzt das Team das Projekt sicher in den Sand. Dieser Gedankenstress hindert uns am Vorankommen und an der Entscheidungsfreudigkeit und oft sogar -fähigkeit. Katastrophendenken ist im Job immer hinderlich, etwa bei der beruflichen Neuorientierung: Wenn wir uns ausmalen, was alles schiefgehen kann, wird uns das für immer daran hindern, den Schritt in einen neuen Job zu wagen. Und das, obwohl wir vielleicht total unglücklich mit unserer derzeitigen Stelle sind.

Das Problem ist, dass unser Gehirn in eine Art Überlebensmodus schaltet, auch wenn die Situation eigentlich gar nicht oder nicht mehr lebensbedrohlich ist. In diesem Zustand sind wir aber nicht in der Lage, konstruktiv oder kreativ zu denken. Wir schränken uns und unseren Gestaltungsspielraum ein.

von Mirko Udovich

Mirko Udovich
Geschäftsführender Gesellschafter
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