Radikale Änderung mit generativer KI

Generative Künstliche Intelligenz revolutioniert die Arbeitswelt und das tägliche Leben – mit enormem Potenzial, aber auch Risiken. Sie steigert die Produktivität, verändert Berufe grundlegend und stellt uns vor neue ethische und gesellschaftliche Herausforderungen. Sind wir bereit für diese radikale Transformation?

Die Vorstellung, dass Maschinen menschenähnliche Intelligenz entwickeln könnten, begann mit dem Turing-Test von Alan Turing im Jahr 1950. Dieser Test bewertet, ob ein Computer sich in einem schriftlichen Austausch wie ein Mensch verhält. In den 1970er und 80er Jahren wurden Expertensysteme entwickelt, die jedoch nicht lernen konnten. Mit der Dotcom-Revolution und dem Aufkommen des Internets in den 1990er Jahren machten prädiktive Analysen und Data-Mining schnelle Fortschritte.
Die Big-Data-Revolution in den frühen 2000er Jahren und das Deep Learning in den 2010er Jahren ebneten den Weg für moderne generative KI-Modelle, die heute in vielen Bereichen, einschließlich des HR-Managements, eingesetzt werden.

Heute zeigt die generative AI (GenAI) erhebliche kreative Fähigkeiten, vor allem dank der Entwicklung von neuronalen Netzwerken, in einem Maße, das noch vor Kurzem unvorstellbar war. Modelle wie LaM-DA von Google oder ChatGPT bestehen den Turing-Test heute mit Links. Die Fortschritte der GenAI werden überall spürbar.
Sie verändern ganze Sektoren wie das Gesundheitswesen, aber auch die Art, wie Menschen miteinander und mit ihrer Umgebung interagieren. Auf diese radikalen Veränderungen
sollten wir gut vorbereitet sein.

Höhere Wirtschaftsleistung

GenAI wird die Produktivität steigern, viele Arbeitsplätze überflüssig machen und neue schaffen. McKinsey schätzt, dass GenAI die globale Wirtschaftsleistung jährlich um 4,4
Billionen US-Dollar steigern wird. Gleichzeitig könnte sie bis zu 70 Prozent der Zeit einsparen, die die Arbeitsprozesse heute in Anspruch nehmen. GenAI wird so gut wie jeden Arbeitsplatz verändern. Sie wird die Arbeit selbst verändern, in einigen Bereichen wird sie neue Arbeitsplätze erschaffen und andere wird sie überflüssig machen. Besonders bedroht sind Arbeitsplätze im Kundenservice, da die Beantwortung einfacher Anfragen häufig gut skalierbar ist. In Zukunft werden sich Mitarbeitende in diesem Bereich wohl vor allem auf komplexe und sensible Themen konzentrieren, bei denen Urteilsvermögen und Empathie gefragt sind.

Kreativität kann durch KI nie ersetzt werden

Menschlichkeit, Intuition, differenziertes Entscheidungsvermögen, Kreativität, zwischenmenschliche Beziehungen und physisches Können werden auch in Zukunft auf dem Arbeitsmarkt wichtig sein. Auch viele Content-Creators, Designerinnen, Aktienhändler, Übersetzerinnen, Rechtsanwaltsgehilfen, Fabrikarbeiter, Büroangestellte und Journalistinnen werden um ihre Jobs bangen müssen. Um einzuschätzen, ob Ihr eigener Arbeitsplatz gefährdet ist, überlegen Sie sich, welche Teile Ihrer Arbeit automatisiert werden könnten und in welchen Bereichen Sie besser sind als die KI.

In vielen Bereichen, etwa in der Softwareentwicklung oder der Kreativbranche, werden die einzelnen Arbeitsplätze vermutlich durch die KI erweitert, aber nicht ersetzt. Arbeit, die auf
menschlichen Beziehungen oder auf physischem Geschick beruht, ist weniger gefährdet. Aufatmen können zum Beispiel Sozialarbeiter, Fachleute und Führungskräfte. Gleichzeitig
werden durch die KI auch neue Jobs entstehen, zum Beispiel Datenkuratorinnen, Datenreiniger, Prompt-Ingenieurinnen, Trainer oder Ethikbeauftragte.
Die Verwendung generativer KI birgt eine Reihe von Risiken. GenAI könnte etwa dazu beitragen, dass sich Falschinformationen und Propaganda noch schneller verbreiten als heute schon. Es kann auch passieren, dass Menschen zu sehr von der KI abhängig werden, sodass ihre eigenen Qualitäten wie kritisches Denken oder gutes Schreiben verkümmern.

Eine große Frage im GenAI-Zeitalter lautet: Wie können wir den Informationen, die wir online sehen, vertrauen?

von Mirko Udovich

Mirko Udovich
Geschäftsführender Gesellschafter
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