KI und die Zukunft der Arbeit

Künstliche Intelligenz hält Einzug in unserem Alltag – nicht als Jobkiller, sondern als Helferin. Ob in Schulen, Arztpraxen oder Anwaltskanzleien: KI sorgt für individuellere Betreuung, effizientere Abläufe und mehr Zeit für das Menschliche.

Bessere und erschwinglichere Leistungen

Bildung, Gesundheitsfürsorge und Rechtsdienstleistungen werden dank KI individueller und erschwinglicher. Wo menschliches Einfühlungsvermögen gefragt ist, etwa in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Recht, stellt GenAI – also jene Art von Künstlicher Intelligenz, die neue Inhalte wie Texte, Bilder oder Musik erstellen kann, anstatt nur bestehende Daten zu analysieren, kein großes Disruptionsrisiko dar. Das heißt aber nicht, dass die Technologie diese Branchen nicht verändern wird.

GenAI wird beispielsweise Dozenten dabei unterstützen, jeder Schülerin und jedem Schüler ein individuelles Lernen zu ermöglichen. Heute schon werden KI-Tools wie MagicSchool genutzt, um Unterrichtspläne, Arbeitsblätter und Prüfungen zu erstellen. Die Khan Academy nutzt ChatGPT bereits als digitalen Tutor.

Im Bereich Gesundheit kann GenAI dafür sorgen, dass Patienten besser behandelt werden. KI-Chatbots können zum Beispiel individuelle Gesundheitstipps geben und Ärzten dabei helfen, noch individueller auf ihre Patienten einzugehen. GenAI kann die Früherkennung verbessern und zum Beispiel Gehirnscans oder Röntgenbilder besser interpretieren als menschliche Ärzte allein. Außerdem hat GenAI das Potenzial, die Entwicklung neuer Medikamente zu beschleunigen.

Im Rechtswesen wird KI die Effizienz von Kanzleien erhöhen, indem sie zum Beispiel voraussagt, wie ein Fall voraussichtlich entschieden wird. Sie kann Chatbots zur Rechtsberatung ermöglichen und bei der Recherche, der Analyse von Verträgen und der Datenprüfung behilflich sein. So ist es möglich, dass GenAI die Rechtsdienstleistungen insgesamt verbessert und erschwinglicher macht.

Persönliche Betreuung

Kundenmanagement und Einzelhandel werden persönlicher. Wenn es um die Betreuung von Kunden geht, gibt es dank KI heute schon große Fortschritte. Der britische Energieversorger Octopus Energy nutzt zum Beispiel ChatGPT für 44 Prozent aller Kundenanfragen, ein Arbeitsvolumen, das sonst 250 Angestellte bewältigen müssten. Und: Die Kunden sind mit den Antworten der KI zufriedener als mit denen der menschlichen Kundenbetreuer.

In Zukunft werden immer mehr Callcenter GenAI nutzen, vor allem für einfache Routineanfragen. Die Technologie bietet personalisierte Empfehlungen, sie kann Daten besser interpretieren, Kunden Dokumente zur Verfügung stellen und sie in komplexen Situationen unterstützen. Auch auf unklare Anfragen wie „Ich hasse den Pullover, den ich bei Ihnen bestellt habe“ kann GenAI heute schon angemessen reagieren.

Videospiele ohne Ende

Videospiele zu entwickeln, wird so einfach, dass die Branche explodieren wird. Spieleentwickler werden KI für viele Aufgaben verwenden, unter anderem, um Charaktere zu kreieren, 2D-Modelle zu erstellen und nicht-lineare Storylines zu entwickeln, die sich an Entscheidungen der Spieler orientieren. GenAI kann automatisch Musik, Soundeffekte und immersive Klanglandschaften erschaffen, um das Spielerlebnis zu verbessern.

Tim Stuart, der CFO von Xbox, bezeichnet die neuen Möglichkeiten als „magisch“ und geht davon aus, dass die Anzahl der Spieleentwickler von heute 2 oder 3 Millionen auf bald schon 200 Millionen wachsen könnte.

Schnellere Entwicklung, mehr Kreativität

KI wird die Entwicklung von Software und anderen Produkten beschleunigen und gleichzeitig die Kreativität fördern. Es ist unwahrscheinlich, dass GenAI zum „Aussterben“ der Softwareentwickler führen wird, wie manche befürchten. Sicher wird sie den Prozess der Software-Developments aber stark beschleunigen. KI kann Code für die Entwickler vervollständigen und Bugs finden und fixen. Auch Datenwissenschaftler werden von der KI profitieren, denn sie ist imstande, Daten aufzubereiten, zusammenzufassen und Berichte mit ansprechenden Charts zu erstellen.

von Mirko Udovich

Mirko Udovich
Geschäftsführender Gesellschafter
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