Gesunde Motivation im Job: Grenzen setzen und bewahren

Gesunde Motivation im Job: Grenzen setzen und bewahren

Dass Motivation im Job wichtig ist, um darin zufrieden und erfolgreich zu sein, ist unbestritten. Jedoch ist es entscheidend, das richtige Maß zu finden, da übermäßige oder unangemessene Leidenschaft leicht zu Burnout führen kann.

Motivation und Leidenschaft sind zwar keine Synonyme, aber sie gehen Hand in Hand. Sie sind die Antriebskräfte, die dazu führen, dass man morgens aufsteht und zur Arbeit geht. Daher sind sie entscheidende Bestandteile in jedem Erfolgsrezept, und in Bewerbungsprozessen sind sie inzwischen zu einem der wesentlichsten Auswahlkriterien geworden. Es ist daher ratsam, sich eingehend mit diesem Thema auseinanderzusetzen, um erfolgreich zu werden und eine gesunde Balance zu finden.

Was ist eigentlich Leidenschaft?

Die Leidenschaft beschreibt in Zusammenhang mit der Arbeit eine starke emotionale Hingabe bezüglich der eigenen Tätigkeit, dem Arbeitsfeld oder einem Ziel, das mit dem Beruf in Verbindung steht. Es ist ein tiefes Gefühl von Begeisterung und Sinnhaftigkeit, das dazu führt, dass man freiwillig und engagiert arbeitet, wenn man leidenschaftlich ist.

Diese Leidenschaft ist eng mit intrinsischer Motivation verbunden, der Art von Motivation, die durch innere Belohnungen angetrieben wird. Diese Belohnungen können die Befriedigung von Interessen, Freude an der Tätigkeit, kreative Selbstverwirklichung oder das Gefühl, Gutes zu tun, umfassen.

Mit Leidenschaft geht Vieles leichter

Es gibt jedoch noch weitere Aspekte zu beachten. Es ist wichtig zu betonen, dass intrinsische Motivation niemals von äußeren Faktoren wie Geld oder Anerkennung abhängt. In diesem Sinne kann Leidenschaft im Zusammenhang mit intrinsischer Motivation als der emotionale Antrieb betrachtet werden, um beruflich erfolgreich zu sein und langfristige Zufriedenheit zu erlangen.

Die Empfindung von Leidenschaft für die Arbeit ist daher von enormer Bedeutung und kann im Idealfall dazu führen, dass man Leichtigkeit, Freude und Erfolg im Beruf findet.

Auf Warnzeichen achten

Aber was, wenn Sie übermotiviert sind?

Motivation stellt also einen unverzichtbaren Erfolgsfaktor dar, und wenn die Arbeit mit positiven Gefühlen verbunden ist, wird automatisch eine höhere Resistenz gegenüber Stress, Leistungsdruck oder anderen negativen Einflüssen am Arbeitsplatz erreicht. Dies bedeutet jedoch nicht, dass eine ausgeprägte Leidenschaft für die berufliche Tätigkeit automatisch vor einem Burnout oder den Folgen von Überarbeitung schützt.

Im Gegenteil: Wenn dabei vernachlässigt wird, regelmäßige Pausen einzulegen oder in der Freizeit geistig abzuschalten, kann Übermotivation das Risiko dafür sogar erhöhen. Daher ist es wichtig, wie oft im Leben, eine gesunde Balance zu finden.

Andernfalls besteht die Gefahr einer körperlichen Erschöpfung, da die eigenen Grenzen nicht respektiert werden, was früher oder später auch die Motivation beeinträchtigen kann. Dadurch kann ein regelrechter Teufelskreis entstehen, bis möglicherweise der Punkt erreicht ist, an dem man nicht mehr arbeiten kann und möchte. Typische Warnzeichen sind beispielsweise: ständige körperliche Erschöpfung, soziale Isolation, übertriebener Perfektionismus, große Versagensängste, gesundheitliche Probleme, nachlassende Leistungen im Job, zunehmende Konflikte im privaten und/oder beruflichen sozialen Umfeld.

Diese Warnzeichen deuten zudem oft darauf hin, dass aus den falschen Gründen motiviert wird. Es sollte in Betracht gezogen werden, zu hinterfragen, was tatsächlich dazu veranlasst, so „leidenschaftlich“ zu arbeiten, und ob möglicherweise psychische Probleme, Minderwertigkeitskomplexe, negative Glaubenssätze oder andere Ursachen dahinterstecken, die vor einem möglichen Eintritt in das Burnout-Syndrom bearbeitet werden sollten.

Gesundheit und Leidenschaft sind somit untrennbar miteinander verbunden, und es ist angebracht, beide gleichermaßen zu priorisieren, um sie langfristig zu bewahren.

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Dr Mirko Udovich
Autor Dr. Mirko Udovich
Geschäftsführender Gesellschafter

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