Gegen die Verschwörung

Was kann ich gegen Verschwörungstheoretiker im Betrieb unternehmen? Das ist eine berechtigte Frage, denn Verschwörungserzählungen können nicht nur Freundschaften und Familien spalten, sie sind auch eine Gefahr für die Betriebe.

Gegen die Verschwörung

Gegen die Verschwörung

Was kann ich gegen Verschwörungstheoretiker im Betrieb unternehmen?

Das ist eine berechtigte Frage, denn Verschwörungserzählungen können nicht nur Freundschaften und Familien spalten, sie sind auch eine Gefahr für die Betriebe. Sie benutzen Maschen wie die Angstrhetorik, vereinfachte und übertriebene Feindbilder, Suggestivfragen und die Frage „Cui bono?“, also „Wem nützt das?“. Auf den ersten Blick wirkt diese Frage klug und unverfänglich. Allerdings suggeriert sie häufig eine Kausalität, die es nicht gibt. Denn nur weil die Pharmaindustrie von der Corona-Pandemie profitiert, bedeutet das noch lange nicht, dass sie das Coronavirus erschaffen hat.

Viele Menschen schenken Verschwörungstheorien anfangs nur deswegen Glauben, weil sie wahre Inhalte nicht von falschen unterscheiden können. Die meisten kommen zuerst über Social Media mit diesen Erzählungen in Kontakt. Finden Sie heraus, aus welchen Quellen sie ihre Informationen beziehen. Sie können Ihre Hilfe anbieten, indem Sie etwa vorschlagen, die Links gemeinsam zu prüfen. Medienkompetenz ist die beste Prävention gegen Verschwörungsglauben. Es ist besonders wichtig, dass das Gespräch in einer wertschätzenden Atmosphäre stattfindet: Nehmen Sie Ihr Gegenüber ernst, so lächerlich seine Überzeugungen auch erscheinen mögen. Stellen Sie Verschwörungsgläubige niemals vor anderen bloß und greifen Sie sie nicht verbal an. Nicht immer können Sie in so einem Gespräch überzeugen, dafür Zweifel säen, ein erster Schritt.

von Mirko Udovich

Mirko Udovich
Geschäftsführender Gesellschafter
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