Fehler beim Loben

Fehler beim Loben

Wie kann ich am besten meine Mitarbeiter loben?

Wenn Führungskräfte falsch loben, dann motivieren sie nicht, sie frustrieren. Die gute Nachricht vorweg. Wer versucht, Teammitglieder regelmäßig zu loben, hat den größten Fehler schon vermieden, gar nicht zu loben. Nach dem Motto „Nicht gemeckert ist genug gelobt.“ Es ist kaum zu überschätzen, wie viel es bedeutet, Teammitglieder regelmäßig offen für die Arbeitsbereitschaft und ihre Leistung anzuerkennen und wertzuschätzen. Ob das Lob aber auch ankommt, darüber entscheidet die Art und Weise, wie es gezeigt wird. „Ja fein, das hast du super gemacht“, über solches Lob freuen sich Hunde, nicht aber Menschen. Bei solch oberflächlichen Komplimenten ohne jede konkrete Begründung fehlt einfach die Augenhöhe, Sie wirken von oben herab. Lob ist nämlich ein Stellvertreter für aufrichtige Wertschätzung.

Ein paar dahingeworfene schöne Worte drücken das Gegenteil aus und wirken wie ein abzuarbeitendes To-do. Da denkt sich das Gegenüber schnell: „Pah, das kann sich der Chef auch schenken“. Um Augenhöhe herzustellen, sollten Führungskräfte zeitnah loben, konkret und begründet. Etwa so: „Peter, wie souverän du gestern den Kunden alle ihre Spezialfragen beantworten konntest, das hat mich schwer beeindruckt. Du warst wirklich top vorbereitet, große Klasse!“ In diesem Lob steckt Emotionalität, was wichtig ist, denn: Alles, was mit Emotionen einhergeht, wirkt viel stärker und bleibt viel länger im Kopf des Gelobten.

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Dr Mirko Udovich
Autor Dr. Mirko Udovich
Geschäftsführender Gesellschafter

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