Das Risiko von Floskeln im Job

„Alles gut?“: Können Floskeln im Arbeitsalltag die Karriere gefährden? Floskeln sind doch nur harmlose Bestandteile unserer Kommunikation, oder? Genau darin liegt das Risiko.

Das Risiko von Floskeln im Job

Das Risiko von Floskeln im Job

„Alles gut?“: Können Floskeln im Arbeitsalltag die Karriere gefährden?

Floskeln sind doch nur harmlose Bestandteile unserer Kommunikation, oder? Genau darin liegt das Risiko. Über einen längeren Zeitraum können Floskeln bei Kollegen nicht gut ankommen und sich negativ auswirken. Worauf sollte man konkret achten?

„Guten Morgen“, „Alles gut?“: So beginnen täglich viele Begrüßungen am Arbeitsplatz. Diese Begrüßungsfloskel lässt jedoch die Frage offen, ob dahinter ehrliches Interesse steckt oder nur gute Laune vorgegaukelt werden soll. Persönlich empfinde ich die Frage als unangebracht, das sie gewissermaßen unterstellt, dass „alles gut ist“. Sollte diesmal nicht so sein, will das der Gesprächspartner aber auch nicht hören.

Natürlich ist diese Interpretation subjektiv, wie jede Meinungsbildung bei Menschen aber. Wir nehmen etwas wahr, interpretieren, vergleichen mit Erfahrungen und fällen Urteile. Besonders riskant sind Floskeln deshalb genau dort, wo sie aus Unsicherheit eingesetzt werden: In Vorstellungsgesprächen, beim Chef oder in anderen angespannten Situationen. Junge Führungskräfte leben von einer aufrichtigen und präzisen Kommunikation. Deshalb empfiehlt sich in meinem Beispiel stattdessen eine floskelfreie Begrüßung, wie zum Beispiel „Guten Morgen, wie geht es dir?“. Natürlich muss dieses Interesse aufrichtig sein. Deshalb muss man auch genug Zeit zur Antwort einräumen und empathisch auf die Antwort reagieren können.

von Mirko Udovich

Mirko Udovich
Geschäftsführender Gesellschafter
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