Besser Generalist oder Spezialist?

Was ist besser: Sich beruflich zu spezialisieren oder Wissen in mehreren verschiedenen Bereichen mitzubringen? Die Debatte um Vor- und Nachteile beruflicher Spezialisierung ist alt.

Besser Generalist oder Spezialist?

Besser Generalist oder Spezialist?

Was ist besser: Sich beruflich zu spezialisieren oder Wissen in mehreren verschiedenen Bereichen mitzubringen?

Die Debatte um Vor- und Nachteile beruflicher Spezialisierung ist alt. Mal scheint alles für das Modell des monomanen Genies zu sprechen, dann wieder ist man überzeugt, ein breit gefächertes, universales Bildungsideal erbringe die besten Ergebnisse. Was Generalisten von Spezialisten besonders unterscheidet, ist ihre Fähigkeit, Wissen von einem Bereich auf einen anderen zu übertragen. Heute ist immer mehr Wissen übers Internet verfügbar. Wir werden immer besser darin, in unbekannten Situationen spontan Problemlösungsstrategien zu entwickeln und logische Schlüsse zu ziehen. Fachleute entwickeln hingegen oft einen Tunnelblick und neigen zur Selbstüberschätzung.

Bildungssysteme ignorieren oft, wie wichtig breites, vielfältiges und vom einen aufs andere Gebiet übertragbares Wissen ist. Auswendiglernen mag kurzfristig gute Noten bringen. Langfristig ist es sinnlos. Weit wirkungsvoller ist sogenanntes verschachteltes Lernen.

Wer sich im Laufe seines Lebens noch einmal beruflich umorientiert, mehrt seine Chancen auf einen Job, der ihm entspricht. Ein geradliniger Lebenslauf sieht auf dem Papier gut aus. Schon früh auf ein Ziel zuzusteuern und am eingeschlagenen Kurs festzuhalten, führt oft aber nicht zu langfristiger Zufriedenheit.

Es ist also durchaus sinnvoll, von Plänen abzulassen, wenn Sie merken, dass diese für Sie nicht funktionieren.

von Mirko Udovich

Mirko Udovich
Geschäftsführender Gesellschafter
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